BODENARBEIT
Die Voraussetzung für die Handhabung
eines jeden Pferdes ist die Bodenarbeit.
Das fängt mit dem Aufhalftern an, auch das ist schon „Arbeit“ mit dem Pferd, vom
Boden aus.
Unter den Begriff Bodenarbeit fallen also all die Dinge, die man mit seinem
Pferd anstellen kann, ohne es zu reiten oder zu fahren.
Die verschiedenen Einteilungen, Stufen und Schwierigkeitsgrade, richten sich
dann nach wollen und können der Partner Mensch und Pferd.
Als erstes wäre da die GRUNDERZIEHUNG, die einfach bei jedem Pferd gegeben sein
sollte um einen gefahrlosen Umgang miteinander sicherzustellen.
Jedes Pferd muss:
- Angebunden ruhig stehen bleiben
- Sich brav aufhalftern lassen
- Sich sicher führen lassen
- Beim Putzen stillstehen
- Brav Hufe geben und auskratzen lassen
- Sich sicher Verladen lassen
Bodenarbeitskurs Oberpfortenhof Februar 2005
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Spätestens im Falle einer schweren Krankheit, die eine Fahrt in die Klinik
unumgänglich macht, wird klar, wie wichtig die oben genannten Punkte sind!
Auch eine Tierärztliche Untersuchung erfordert eine Kooperation des Pferdes.
Danach kommen dann die Feinheiten, die das Leben und Arbeiten mit unseren
Pferden so interessant machen.
Es liegt an Ihnen ihrem Pferd ein guter Führer zu sein, dem es vertrauen und
bedingungslos folgen kann.
Das Pferd lernt bei der Bodenarbeit auf seinen Menschen zu achten und seine
immer feiner werdenden Signale zu verstehen.
Dazu gibt es vielfältige
Möglichkeiten um Aufmerksamkeit, Geschicklichkeit und Biegsamkeit des Pferdes
entscheidend zu verbessern. Diese neuen Erfahrungen verbessern auch ältere
Reitpferde oft erheblich unter dem Sattel. Lässt man das Pferd über Stangen mit
verschiedenen Abständen und Höhen treten, kann man die Beinkoordination
verbessern. Das Laufen über verschiedene Untergrundarten wie z.B. Plastikplanen,
Holzbrücken oder eine Wippe fördern das Vertrauen zum Führenden und senken die
Schreckhaftigkeit. Das Pferd lernt durch solche Übungen, bei denen der Phantasie
keine Grenzen gesetzt sind, gelassen und trotzdem aufmerksam den Führenden zu
folgen.
Der Mensch lernt dabei sein Pferd genau kennen und wie er ihm vermitteln kann,
was er von ihm möchte.
Damit sind die ersten Schritte in Richtung
Beziehungstraining
getan.

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